In unserer kleinen Serie über Laisa stellen wir Ihnen heute die Freiwillige Feuerwehr ein wenig genauer vor. Sie feiert vom 24. bis 27. Juli gemeinsam mit dem Dorf Laisa, dem Sportverein, der Trachtengruppe und den Moto-Cross-Freunden ein Jubiläumsfest.
Die Freiwillige Feuerwehr Laisa wurde im Jahre 1928 gegründet. Im Jubiläumsjahr schreibt der Verein mit dem Anbau des Gerätehauses ein neues Kapitel seiner 75-jährigen Geschichte. Gleichzeitig jährt sich der große Brand von Laisa aus dem Jahr 1868 am diesjährigen Festsamstag, 26. Juli, zum 135. Mal.
Bereits vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr hat es in Laisa, wie in anderen Orten auch, Brandschutz gegeben. Davon zeugt in Laisa eine alte Handdruckspritze aus dem Jahr 1844. Ausgerechnet beim Brand des Jahres 1868, der große Teile des Dorfes in Schutt und Asche legte, versagte diese Pumpe. Dennoch gehörte die Handdruckspritze zur ersten Ausrüstung der im Jahr 1928 gegründeten Freiwilligen Feuerwehr Laisa.
In der Zeit des Dritten Reiches wurde die Organisation der Feuerwehren geändert, die Wehren wurden der Feuerlöschpolizei zugeordnet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nahm die Frewillige Feuerwehr in Laisa ihren Dienst wieder auf. In den folgenden Jahren wurde die Ausrüstung der Laisaer Wehr ständig modernisiert. Im Jahr 1946 kaufte die Gemeinde Laisa eine gebrauchte Motorpumpe und sieben Jahre später einen Tragkraftspritzen-Anhänger. Mit einem Traktor konnte dieser Anhänger mitsamt der technischen Ausrüstung an den jeweiligen Einsatzort gefahren werden. Einer der Aktiven wurde verpflichtet, seinen Traktor während des ganzen Jahres einsatzbereit zu halten. Erst im Jahr 1972 erhielt die Laisaer Feuerwehr ihr erstes Fahrzeug für die Tragkraftspritze.
Da es im vorhandenen Gerätehaus nun zu eng wurde, erfolgte der Neubau mit Fahrzeughalle, Schulungs- und Sanitärraum.1984 wurde die Wehr mit vier Atemschutzgeräten ausgerüstet und vier Jahre später wurde die alte, defekte Spritze durch eine moderne ersetzt. 1992 folgte ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank. Parallel zur Verbesserung der technischen Ausrüstung lief die Ausbildung der aktiven Feuerwehrmänner, um die neuen Geräte schnell und effektiv einsetzen zu können.
Im Jahr 1983 wurde in Laisa eine Jugendfeuerwehr gegründet. Damit war der Grundstein für eine erfolgreiche Nachwuchsarbeit und den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehr gelegt. Neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung gehört auch allgemeine Jugendarbeit zu den Aufgaben der Jugendfeuerwehr.
Um den vielfältigen Aufgaben gerecht werden zu können, wurde im Jahr 1992 der Feuerwehrverein „Feuerwehr Laisa 1844 e.V.“ gegründet. Seine Aufgaben betreffen die allgemeine Vereinsarbeit und die Unterstützung der Einsatzabteilung. Der Feuerwehrverein zählt heute etwa 30 aktive und 80 passive Mitglieder.
Seit dem letzten Jahr wurden an das bestehende Gerätehaus in Eigenleistung der Vereinsmitglieder weitere Räume angebaut. Nun stehen Umkleiden für Männer und Frauen, eine Küche und im Obergeschoss ein neuer Schulungsraum zur Verfügung. Auch die Toiletten wurden erneuert.
Im letzten Jahr beteiligte sich die Laisaer Wehr an der Besuchsaktion der Opfer des 21. Septembers. Amerikanische Feuerwehrmänner, die nach dem Terroranschlag auf das World-Trade-Center in New York als Hilfskräfte im Einsatz gewesen waren, waren mit ihren Familien auch in Laisa zu Gast.
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Laisa engagieren sich aber nicht nur im eigenen Verein. So war Erich Althaus nicht nur Vorsitzender in Laisa, sondern von 1982 bis 1997 auch Stadtbrandinspektor der Stadt Battenberg. Nach seinem Ausscheiden aus diesem Amt wurde er zum Ehren-Stadtbrandinspektor ernannt. Klaus-Dieter Arnold ist seit 1996 stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes und seit 1997 stellvertretender Stadtbrandinspektor. Norber Naumann ist seit 1997 Stadt-Jugendwart. Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Laisa ist Ralph Dippel.